Die Bootshäuser

Wir verfügen seit über 50 Jahren über ein eigenes Bootshaus mit Bootshallen nebst Gelände im Herzen des Zeller Sportzentrum . Seit einigen Jahren steht eine moderne Steganlage den Aktiven zur Verfügung. Boote in verschieden Klassen vom Einer bis zum Achter liegen zum Rudern bereit.

Wir sind glücklich mitten im abwechslungsreichsten und attraktivsten Ruderrevier der gesamten Mosel unseren Rudersport ausüben zu können.

Seit März 2015 haben wir auch wieder einen kleinen, feinen Kraftraum mit Ergometern und Geräten für die Trainingsweltmeister.

Wo hatte der Ruderverein Zell sein erstes Domizil aufgeschlagen? Es war der am Bahnhof liegende Holzschuppen, der dem Zeller Kaufmann Michael Binz gehörte und für die Zwecke des Vereins hergerichtet wurde. „Am Bahnhof“ ist für die jüngere Generation kein Begriff, aber damals fuhr die Moselbahn noch von Bullay nach Trier und die Zeller hatten wirklich einen Bahnhof. Das Bootshaus stand auf dem heutigen Baugrundstück Treis neben der Apotheke Salzmann. Leider hatte der Ruderverein mit seinem Bootshaus nicht viel Glück, denn am 30. Juli 1922 fiel der Schuppen zusammen und richtete schweren Schaden am vorhandenen Bootsmaterial an.

 

Das zweite Bootshaus war eine Holzbaracke und stand da, wo heute das Gesundheitsamt steht. Es wird erzählt, dass diese Baracke an der Obermosel erworben wurde und auf dem Wasserweg nach Zell gelangte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde dieses Bootshaus unter dem 1. Vorsitzenden Herrn Kurz abgerissen und der Wehrmacht für Soldatenunterkünfte zur Verfügung gestellt. Die Boote wurden im Hotel Amling (Haus Kessler, Balduinstraße) und bei der Firma Jakob Bamberg (heute Arbeitsamt und BP Tankstelle) untergestellt. Der Ruderbetrieb wurde von diesen beiden Stellen aus weiterbetrieben.

 

Nach dem Krieg wurde dann 1946 ein massiver Bau an der Stelle, wo sich heute die Sozialstation befindet, errichtet. Es war die wohl schwierigste Zeit der Vereinsgeschichte, denn Baumaterial war nur auf Bezugsscheine und mit besonderen Beziehungen zu bekommen. Dieses Vorhaben konnte nur mit Fleiß und Bereitschaft verwirklicht werden. Hier auch nur eine Person zu erwähnen ist nicht möglich, da Vorstand, aktive- und inaktive Mitglieder für die heute Zeit Unvorstellbares geleistet haben. Kein Verein in unserer Stadt konnte ein so schönes Haus sein Eigen nennen. Ein große Bootshalle, ein Damen- und Herrenumkleideraum sowie sanitäre Anlagen waren im unteren Bereich und auf der 1. Etage befand sich ein kleiner Kameradschaftsraum. Die Mitglieder fühlten sich in ihrem Bootshaus sehr wohl, und die sportlichen Erfolge und Geselligkeiten blieben nicht aus.

 

Dann kam 1962 die Moselkanalisation und der Ruderverein Zell musste weichen, denn es stand fest: „Wir kommen nicht mehr ans Wasser“. Auch zu diesem Zeitpunkt hatte der Ruderverein einen cleveren und geschäftstüchtigen Vorstand. Man könnte darüber ein Buch schreiben, was diese Herren geleistet haben. Ihnen können wir es verdanken, dass unser heutiges Bootshaus an einer so schönen Stelle erbaut wurde.

Aus: Chronik des Rudervereins Zell 1921 e.V.

WetterOnline
Das Wetter für
Zell
mehr auf wetteronline.de
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ruderverein Zell 1921 e.V.

| Kontakt | Anfahrt | Impressum