RZ beim RVZ 21

S chlag auf Schlag fährt das Boot ins Ungewisse, nur der Steuermann sieht, was vor ihm liegt. Die Ruderer sitzen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Der Bug bricht sanft das Wasser. „Weise Franz“, das Zweier-Gigboot der Zeller Ruderer, schlägt kleine Wellen auf der ruhigen Wasseroberfläche der in der Abendsonne liegenden Mosel. Für die Sportler beginnt die Saison, am Sonntag wird angerudert.

„Erst die Beine strecken, dann die Arme nachziehen“, erklärt Martin Salzmann, der Zweite Vorsitzende des Vereins, während er das Boot steuert. „Am Anfang ist die Technik beim Rudern wichtiger als die Fitness“, sagt der Apotheker. Niemand muss direkt topfit zum Probetraining kommen. Die Technik, die hat's anfangs in sich. Die Skulls (Ruder) im richtigen Winkel eintauchen, die Arme recht flach zum Körper ziehen, die Skulls ebenfalls wieder flach über die Wasseroberfläche nach vorne ziehen. Und dabei die Beine im richtigen Moment strecken und wieder anwinkeln. Da ist viel Koordination und Konzentration nötig. Ist man dann aber erst mal drin, macht's richtig Spaß. Und man sieht sofort ein Ergebnis, denn das recht flach geschnittene Boot gleitet ziemlich zügig durchs Wasser.

Noch dazu ist Rudern sehr gesund und verletzungsarm. „Alle Muskeln werden beansprucht, es ist gut für die Geselligkeit, man kann aber auch alleine rudern“, sagt Salzmann. Im Alter sind keine Grenzen gesetzt, das älteste aktive Mitglied der Zeller ist 86 Jahre alt. Und wenn jemand im hohen Alter ausscheidet, ist das meist der Gelenkigkeit geschuldet, nicht der Fitness. Denn es ist nicht ganz leicht, in ein Ruderboot ein- und auszusteigen. Dafür muss man recht tief in die Hocke gehen können.

Die „Alten“ geben ihr Wissen gerne an die nächsten Generationen weiter. Was den Nachwuchs angeht, müssen die Zeller sich zurzeit wenig Sorgen machen. „Nach einer längeren Durststrecke sind im vergangenen Jahr rund 20 Neumitglieder dazugekommen“, berichtet Norbert Feiden, der Erste Vorsitzende des Vereins. Und dafür tun die Ruderer auch einiges. Mit der Stadt Zell gibt es ein gemeinsames Ruder-Ferienangebot für Schüler, gemeinsam mit der Integrierte Gesamtschule (IGS) wird ein Schulrudern im Rahmen des Sportunterrichts angeboten. Die Lehrer sind selbst Ruderer. Interessierte sind darüber hinaus jederzeit willkommen, um die Sportart ganz unverbindlich und kostenlos mal auszuprobieren.

Vorkenntnisse sind dafür nicht nötig. „Man sollte lediglich schwimmen können und unter 120 Kilogramm wiegen“, sagt Feiden. Disziplin schadet natürlich auch nicht. Alles, was zum Rudern benötigt wird, stellt der Verein. Und das, obwohl sich die Zeller lediglich über die Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren. „Die Ruderei ist für uns eine teure Angelegenheit“, verrät Feiden, „für ein Boot ohne großartige Ausstattung werden schnell mal 15 000 Euro fällig.“ Unterstützung bekommen die Zeller glücklicherweise vom Wormser Ruderklub. „Deren überschüssige Boote gingen eine Zeit lang nach Ungarn, mittlerweile haben auch wir einige Boote von dort übernommen“, erklärt Feiden. Die werden dann im eigenen Bootshaus in mühevoller Arbeit aufbereitet. Im Winter kommen einige Mitglieder dafür jede Woche zusammen. Denn gerudert wird nur bis Ende Oktober, dann muss der Steg wegen Hochwassergefahr aus der Mosel genommen werden. Trainiert wird dann im eigenen Fitnessraum, wo auch ein Rudergerät steht. Oder beim gemeinsamen Faustballspiel. Neben der „Weise Franz“ taucht plötzlich ein großes Passagierschiff auf. Die Wellen schlagen gegen das Gigboot, die Ruderer verlangsamen die Fahrt. „Eigentlich kann hier jetzt nichts passieren, wir hätten auch weiterfahren können“, sagt Salzmann. Schwieriger seien meist die kleineren Sportboote, die schlagen höhere Wellen als die Passagier- oder Frachtschiffe. Daher sehen die Ruderer auch dem Projekt Marina Weingarten in Zell mit Skepsis entgegen. Sollte die Ferienanlage mit Jachthafen gebaut werden, käme es sicherlich auch zu einem höheren Sportbootaufkommen im Revier der Zeller Ruderer.

„Wir bewegen uns im Wesentlichen zwischen den Schleusen in Enkirch und St. Aldegund“, erklärt Salzmann. Die Sportler haben aber auch bereits viele andere Flüsse Deutschlands berudert. Donau, Elbe, Saar, Lahn oder Weser, am schönsten sei es aber an der Mosel. „Wir haben hier einfach eine Topwasserqualität und die Weinberge bieten eine ganz besondere Kulisse“, schwärmt Salzmann. Die Mosel sei so sauber, dass er nach dem Rudern auch gerne mal einen Sprung in den Fluss wage. „Ich rudere nicht nur mit Armen und Beinen, sondern auch mit dem Kopf“, ergänzt Feiden, „Rudern ist auch eine Lebenseinstellung.“

Die Zeller Ruderer starten am Sonntag mit dem Anrudern in die nächste Saison. Ab 13.30 Uhr gehen die Boote zu Wasser, um 15 Uhr erfolgt auf Höhe des Schwarze-Katz-Brunnens der Gruß an den deutschen Ruderverband und die Stadt Zell. Außerdem gibt es eine Bootstaufe.

RZ Kreis Cochem-Zell vom Samstag, 8. April 2017, Seite 14 (0 Views)
RZ vom 08.04.2017
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Ruderer auf Schusters Rappen

Der Ruderverein Zell-Mosel 1921 e.V. hatte zur traditionellen Frühjahrswanderung eingeladen und zwanzig Wanderer versammelten sich am frühen Sonntagmorgen am Bahnhof Bullay. Über Koblenz ging es per Bahn und Bus zur Haltestelle „Naßheck“ auf dem vorderen Hunsrück.

Mächtige Bäume begleiteten die Wanderer zum „Bruder Tönnes-Hügel“, einem 40 m breiten und 10 m hohen Grabhügel eines keltischen Fürsten aus dem 6./7. vorchristlichen Jahrhundert. Zahlreiche solcher Grabhügel findet man entlang der ehemaligen Straße vom Rhein zur Mosel. In Höhe der kleinen Siedlung Hünenfeld hat man einen herrlichen Blick in die Eifel, ins Rheintal unterhalb Koblenz und auf der Rheinseite sieht man die Silhouette der Marksburg. Gegen Mittag wurde die schöne Freizeitanlage oberhalb Waldesch erreicht. Man stärkte sich und die ersten Weinflaschen kreisten.

Nach einem kurzen Anstieg tauchte die Wandergruppe in das riesige Waldgebiet, vornehmlich Koblenzer Stadtwald, ein. Es gab phantastische Blicke ins Rheintal mit der Lahnmündung und später über Koblenz bis hinunter nach Vallendar.

Bei herrlichem Sonnenschein erreichten die Wanderer das „Forsthaus Kühkopf“.Zwar hatte die Wirtin in der Gaststätte zwanzig Plätze reserviert aber das wunderbare warme Frühlingswetter lockte auf die große Sonnen-Terrasse wo man sich mit Speis und Trank nach rund 12 km Wanderung stärkte.

Per Bus und Bahn ging es am späten Nachmittag zurück zur Mosel. Die Wanderer bedankten sich bei Wanderwart Gerhard Schommers für diesen tollen Tag und regten an nach der Rudersaison 2017 im Herbst erneut eine gemeinsame Wanderung zu unternehmen.

Gerhard Schommers

                   Stämpfliexpress in Zell

Stämpfliexpress in Zell

                        Äquatorpreis 

       Ehrenamtliche Arbeit macht Appetit

Ruderverein 1921 Zell (Mosel) e.V. startet in die Saison 2013

 

Im Vertrauen darauf, daß es doch noch Frühling und Sommer im Jahr 2013 gibt, bauten Aktive des Rudervereins Zell am Samstag, 30. März 2013 den Anlegesteg, im Jargon der Rudererer „Pritsche“ genannt, am Moselufer in Zell-Kaimt auf.
 

Anschließend traf man sich im Ruderhaus zum „zweiten Frühstück“.

 

Der Ruderverein 1921 Zell (Mosel) e.V. hat rund zweihundert Mitglieder, hiervon gut 60 % aktive Ruderer. In der Saison 2012 ruderten die Aktiven beachtenswerte 22.574 Kilometer. Der Verein verfügt über einen wertvollen Bootsbestand, ein gepflegtes Ruderhaus mit gemütlichem, großem Clubraum, riesiger Sonnenterrasse und einem einladenden Außengelände am Moselufer zwischen Schwimmbad und Sportplatz.
 

Die Saison 2013 beginnt am Sonntag, den 14. April 2013 um 14 Uhr mit dem „Anrudern“ 2013 verbunden mit der Taufe eines neu angeschafften „Zweiers“ in Leichtbauweise. Es kann heute schon verraten werden, daß das neue Boot den Namen „Mosella“ tragen wird. Zu dieser Saisoneröffnung werden Mitglieder und alle am Rudersport Interessierte herzlich eingeladen. Nachdem die Aktiven ihre Boote zu Wasser gelassen und die ersten Runden auf unserer schönen Mosel gedreht haben  werden im Clubraum und bei gutem Wetter auf der Terrasse Kaffee und Kuchen aber auch andere Getränke angeboten.
 

Bis zum Saisonende im Oktober finden nahezu täglich Ausfahrten statt. Zu festen Terminen treffen sich die Jugend des Rudervereins aber ebenso auch die Damen,

die Herren der jüngeren Generation und die „Alten Herren“ zu ihren wöchentlichen Ausfahrten.  In allen Gruppen sind neue Mitglieder herzlich willkommen. Dabei ist auch „Schnupper-Rudern“ im Angebot bevor man sich zum regelmäßigen Rudern und zur Mitgliedschaft entschließt.
 

Die Mitgliedschaft kann man erwerben durch Anmeldung bei Martin Salzmann,

Mail-Adresse info@ruderverein-zell.de  oder telefonisch  unter 06542-98750. Eine Beitrittserklärung kann auch unter www.ruderverein-zell.de  ausgedruckt werden.

 

Der Unterhalt des Ruderhauses und des großen Bootsbestandes kostet den Verein trotz erheblicher Eigenleistungen viel Geld. So ist die Sanierung der großen Terrasse oberhalb des Bootshauses und der Werkstätten für 2014 geplant. Weitere Mitglieder die dem Leib und Seele erfrischenden Rudersport frönen aber auch die Kasse durch ihre Beiträge auffüllen sowie Spenden von Gönnern des Vereins sind nach wie vor herzlich willkommen.


 

Gerhard Schommers

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